Chronik des SV Fortuna 26 e.V. Seppenrade


Die Anfänge

Balll ähnliche Sportgeräte gab es schon seit vielen Jahrhunderten rund um den Globus. Ganz besonders waren diese in Asien verbreitet. Mit dem heutigen Lederball hatten diese Sportgeräte aber sehr wenig zu tun. Sie wurden hauptsächlich für den Turnunterricht benutzt. Das exakte Turnen war die traditonelle Art der Körperertüchtigung. Ende des 18. Jahrhunderts gab es die ersten Turnspiele, in denen ein Ball im Mittelpunkt stand. Fußball als Mannschaftssport wurde um 1860 in England erfunden. Daher wird England immer noch "Das Mutterland der Sportart Nummer eins" genannt.
In Deutschland stand die Wiege des Fußballs in Braunschweig, wo im Oktober 1874 die deutsche Fußballgeschich-te als bürgerliches Schulspiel ihren Anfang nahm. Es war zwei Lehrern aus Braunschweig gelungen, einen "echten" Lederball aus England zu besorgen. Aus den Regeln des Rugbyspiels wurde 1882 das erste deutsche Regelwerk für Schülerspielvereine entworfen. Fast 20 Jahre durfte bei einem Fußballspiel der Ball noch mit der Hand angenommen werden. Die Turnvereine waren damals die Keimzelle für die Ausbreitung des Fußballsports in Deutschland. Der Wettkampfgedanke war vielen Sportlern in der damaligen Zeit suspekt. Doch mit der Zahl der Spiele stieg auch der besondere Reiz dieser neuen Sportart. Hilfestellung leisteten in der Gründerzeit vor allem Engländer, die als Kaufleute, Techniker, Ingenieure oder Studenten in Deutschland arbeiteten. So lernten die Deutschen aus eigener Anschauung das Spiel besser kennen. Häufig wurden sie eingeladen mitzuspielen, wenn in einer Mannschaft Spieler fehlten. Auf Tourneen englischer Mannschaften auf das europäische Festland stieg der Bekanntheitsgrad und die Anerkennung dieser Sportart. Jungen Sportlern bot sich durch die vermehrte internationale Orientierung des Fußballs die Möglichkeit, ins Ausland zu reisen. Die Mannen von der britischen Insel brachten viele Fachausdrücke mit auf das Festland. Auf der Gründungsversammlung des Deutschen Fußball Bundes 1900 in Leipzig wurde gefordert, englische Ausdrücke einzudeutschen. So wurde zum Beispiel aus dem "Captain" der "Spielführer". Da die Ausrüstung der Fußballer recht teuer und oft nur in England zu erwerben war, wurde bis zum ersten Weltkrieg dieser Sport überwiegend in bürgerlichen Schichten betrieben. In diesem Krieg gewann der Fußball an Popularität. Viele Soldaten, die von diesem Sport bis dahin nichts wussten, lernten ihn schätzen und kennen, lenkte er doch von den Grausamkeiten des Krieges ab. Mit der Weimarer Republik erlebte der Fußballsport den Durchbruch zum Massensport. Das lag vor allem an der Begeisterung für Wettkampfsportarten, bei denen die Schnelligkeit der Aktionen faszinierte. Nicht nur der DFB profitierte von diesem Boom, sondern auch religiöse und politisch ausgerichtete Vereine, wie zum Beispiel die Deutsche Jugendkraft (DJK).

Mit Unterstützung der Kirche entstand der SV Fortuna 26 Seppenrade.



Und hier beginnt im Sommer 1926 die offizielle Geschichte des SV Fortuna Seppenrade. Fußball wurde im Dorf zwar schon länger gespielt, aber noch nicht organisiert. Heinrich Kötter, Kaplan Scharpegge und Josef Schrey waren die Initiatoren. Aus der Jünglingssodalität, in der die jungen Männer vereinigt waren, ging der Sportverein damals hervor. Auf dem DJK-Verbandstag in Essen meldeten Heinrich Kötter und Josef Schrey beim Prälaten Wolker den Verein an. Die Gründungsversammlung im Vereinslokal Anna Eismann (heute Haus Sinlik, vormals Haus Sobbe-Bielefeld) folgte schnell. Josef von der Halben wurde von den Gründungsmitgliedern zum ersten Vorsitzenden in der Vereinsgeschichte gewählt. Schriftführer Josef Schrey, Kassierer August Hüwel und Platzwart Bernhard Ernst vervollständigten den Vorstand, dem Heinrich Kötter als Präfekt der Jünglingssodalität (Verein junger, unverheirateter Männer) und der jeweilige Präses ebenfalls angehörten.
Ein Sportgelände gab es zu dieser Zeit in Seppenrade noch nicht. Das erste Spielfeld wurde in Eigenleistung auf der Heide von Schulze-Bockholt-Ebbing erstellt. Die Torstangen bestanden aus einfachen runden Pfosten, die aus der näheren Umgebung besorgt wurden. Da dieser Platz jedoch sehr weit vom Dorf entfernt lag, wurde der Beschluss gefasst, in der Nähe des Dorfes nach einem geeigneten Gelände zu suchen. Mit dem Entgegenkommen des Bauern August Hellkuhl wurde zwei Jahre nach der Gründung ein neuer Sportplatz gebaut. Dieser Platz, der ebenfalls in Eigenleistung erstellt wurde, blieb bis 1931 die Sportstätte des Vereins. In diesem Jahr stellte nämlich die Kirchengemeinde erstmals ein Grundstück in der Nähe des Friedhofes zur Verfügung. Da Gelder für die Zwecke des Sports nicht vorhanden waren, war es selbstverständlich, dass auch dieser Platz mit Hand- und Spanndiensten hergerichtet wurde. Durch die Nähe zum Dorf wurde das Sportgelände von den Schülern und der Dorfjugend genutzt.
Die Ausrüstung der Spieler mit Schuhen und Bällen war damals ein besonderes Problem. Es war nicht einfach, alle Spieler mit Schuhen auszustatten. So mussten häufig die Arbeitsschuhe aushelfen. In der Schusterbude bei Wilmken Ballering herrschte immer Hochbetrieb wegen der Schuhe und Bälle. Mit seiner Bierruhe aber schaffte es Ballering, alles wieder ins rechte Lot zu setzen. Der Verein war in dieser Zeit schon recht erfolgreich. Bereits 1931 wurde ein Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft in Herbern ausgetragen, das allerdings mit 3:6-Toren verloren ging. Zur Übermittlung der Ergebnisse wurden damals Brieftauben eingesetzt, damit zu Hause jeder schnellstens erfuhr, wie ein Spiel ausgegangen war. In Zeiten der Handys oder E-Mails heute kaum noch vorstellbar.

Nicht nur Fußball wurde in Seppenrade gespielt, sondern auch weitere Sportarten betrieben, wie zum Beispiel die Leichtathletik. Josef Ballering glänzte hier besonders als Langstreckenläufer. Willi Krebber leitete die Turnabteilung. Mit dem immer größer werdenden Einfluss der Nazionalsozialisten fand der damalige DJK-Verband ein jähes Ende. Alle DJK-Vereine wurden verboten. Das Vereinsleben im Seppenrader Fußballverein ruhte bis zum Ende des zweiten Weltkrieges. Viele der jungen, aktiven Spieler mussten in den grausamen Krieg. Nicht alle kehrten zurück.

Der Neuanfang 1946

Alle Vorsitzende nach dem 2. Weltkrieg: Mehr >

Im Frühjahr 1946 hatten sich viele Fußballfreunde aus Seppenrade in der Gaststätte Wember zusammen gefunden, um den SV Fortuna wieder mit Leben zu füllen. Bei diesem ersten Treffen sollte erst einmal festgestellt werden, wie viele Mitglieder oder aktive Spieler vorhanden waren, um einen Aufbau zu starten. Zu den aktiven Männern der ersten Stunde zählten u.a. Franz Bohmert, Heinrich Terwort, Ludger Breimann, Ewald Schlütermann, Heinrich Köster, Josef Nibbenhagen, Ludwig Köster, Clemens Sibbel, Willi Kestermann, Hubert und Josef Dammann sowie Anton Schlinger.
Danach wurden Verhandlungen mit der katholischen Kirchengemeinde geführt, ob der Verein wieder in die DJK einzubinden sei. Diese Gespräche führten Anton Kock jr., Pastor Flögel und Kaplan Mengeringhaus. Dabei stellte sich heraus, dass die Kirche dem Sportverein kein geeignetes Gelände für einen Sportplatz zur Verfügung stellen konnte. Da die DJK-Organisation nach dem Krieg noch wenig verbreitet war, hätten weite Wege zu den Spielen zurückgelegt werden müssen. So fiel der Beschluss, einen "weltlichen Verein" zu gründen.
Bei einer weiteren Zusammenkunft wurden die Männer eingeladen, die vor dem Krieg Mitglied oder aktiver Sportler im Verein waren, wie Anton Kock, Otto Dölling, Heinrich Schrey, Johann Sikora, Josef Hellkuhl, Heinrich Cordell, Josef Breimann, Hermann Nopto, Josef Bohmert, Bernhard Tintrup, Heinrich, Bernhard und Alfons Köhler sowie Heinrich Uphoff. Jeder erklärte sich bereit, Werbung für den neuen Verein zu betreiben. In der Gaststätte "Haus Kock" fand dann eine sehr gut besuchte Versammlung statt, auf der der erste Vorstand mit Anton Kock (als Vorsitzender und Schriftführer), Bernhard Tintrup (2. Vorsitzender), Anton Hellkuhl (Kassierer), Heinrich Uphoff (Fußballobmann), Antonius Kestermann (Jugendobmann) sowie Heinrich Niehues und Anton Schlinger (beide als Beisitzer) gewählt wurde. Franz Bohmert wählte die erste Mannschaft zu ihrem Kapitän.
Zum 1. Oktober 1946 wurde die Vereinssatzung beim Amtsgericht Lüdinghausen eingereicht.
Auf Grund der mangelnden Infrastruktur nach dem Krieg wurde mit dem Spielbetrieb in der Saison 1946/1947 erst im Oktober 1946 begonnen. Um einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb zu ermöglichen, wurde der Sportplatz an der Halterner Straße durch Hand- und Spanndienste umgebaut, um ihn auf die richtigen Maße zu vergrößern. Die Sportplatzeröffnung wurde mit einem 6:4-Sieg über den SuS Olfen gefeiert. Der Verein verfügte nur über einen Ball für Senioren und Jugend, für das Training und die Meisterschaftsspiele. Jugendliche, die sich schon eigene Fußballschuhe leisten konnten, mussten diese häufig an Seniorenspieler ausleihen. Mit Pferd und Wagen fuhren die Fortunen zu ihrem ersten Spiel nach dem Krieg zum VfL Senden, wo es einen 7:5-Erfolg gab. Die Lüdinghauser Reserve wurde anschließend mit 6:3 bezwungen. Torreich ging es beim 6:1-Sieg über Rot-Weiß Hiddingsel weiter. Schon damals wurde kräftig über die Schiedsrichter geschimpft, die kaum in der Lage waren, dem schnellen Spiel zu folgen. In den Presseberichten, soweit sie zugelassen waren, wurden die Schussfreudigkeit der Fortunenstürmer und das schnelle Spiel der Seppenrader besonders hervorgehoben.
Sportlich waren die Fortunen in den kommenden Jahren, in denen die erste Mannschaft in der 1. Kreisliga Lüdinghausen spielte, nur Mittelmaß. "Im Verein herrschte ein großes "Kuddelmuddel" , umschrieb Bruno Schulze Spüntrup, von 1954 bis 1959 Geschäftsführer des Vereins, die Situation. Man habe damals Mitglieder angebettelt, Funktionen im Vorstand zu übernehmen. Bernhard Bolle sen. folgte Anton Kock jr. als Vorsitzender von 1947 bis 1954. Richard Schollas übernahm von 1954 bis 1958 dieses Amt. In seine Amtszeit fiel 1957 der erste Pokalerfolg bei einem Turnier in Hiddingsel, wo im Finale der VfL Senden mit 3:2-Toren bewzungen wurde. Folgende Aufstellung errang diesen ersten nennenswerten Erfolg nach dem Krieg: Gudorf, Bücker, Hülk, Spräner, Thier, Hülsbusch, Müller, Badelt, Hartweg, Dömer und J. Tintrup.
Von 1958 bis 1960 hieß Bernhard Krusel, jahrelang Vorsitzender des Spielmannszuges "Klingendes Spiel" und immer noch Vorsitzender der ersten Kompanie der St. Johanni-Schützenbruderschaft, der erste Vorsitzende bei den Fortunen.
Heute kaum vorstellbar, was die Spieler früher mitmachen mussten. Bei einem Treffen der "Fortunenoldies" im Dezember des vergangenen Jahres wurden von den damals Aktiven so manche Anekdoten erzählt, die zum Schmunzeln anregen. So mussten einige Fortunen nach einem Sieg bei Borussia Ahsen durch die Lippe auf die andere Uferseite schwimmen, um eine Abkürzung auf dem Heimweg nehmen zu können, da die Fähre über den Fluss wegen des Ärgers über diese Niederlage für die Seppenrader nicht bewegt wurde. Die Straßenbrücke war nach dem Krieg immer noch nicht wieder aufgebaut. Oft fuhr die gesamte Mannschaft auf dem dreirädrigen Eiswagen von Richard Schollas zu den Auswärtsspielen. Oder Heinz Gudorf lud statt der Mehlsäcke Bänke auf seinen Lkw, um seinen Mitspielern eine Mitfahrgelegenheit zu bieten. Da Schneiderlehrling Bernhard Krusel mit Heinrich Niehues einen fußballbegeisterten Chef hatte, bekam er zum Training und bei Spielen am Samstag immer frei, denn von einer 35-Stunden- oder 5-Tage-Woche konnte in dieser Zeit des Aufbaus nicht die Rede sein. Krönender Abschluss eines Spieltages war immer das berühmte "Stiefeltrinken" im Vereinslokal "Haus Kock", wo Gastwirt Anton Sträter nach dem Spiel immer den ersten mit Bier gefüllten Stiefel für seine Mannschaft auf die Theke stellte. Und wenn der Ortsrivale aus Lüdinghausen einmal geschlagen wurden, gab es zur Belohnung sogar ein Schinkenschnittchen als besondere Siegprämie.

Die 60er Jahre

Sportlich setzte sich zu Beginn der 60-er Jahre die Mittelmäßigkeit bei den Fortunen fort. Aus den Protokollen der Jahreshauptversammlungen (so weit sie vorliegen) ist zu entnehmen, dass Richard Schollas 1961 das Amt des ersten Vorsitzenden abgab und Franz Bohmert einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde. Auf der Mitgliederversammlung 1962 beschloss die Versammlung die Anschaffung von Anstecknadeln in den Vereinsfarben "welche alle stolz für unseren Verein tragen sollten". Die Generalversammlung 1963 begann wegen mangelnder Beteiligung mit einstündiger Verspätung im Vereinslokal Gudorf. Die Sportkameraden Franz Bohmert, Achim Badelt und Berni Ernst hatten die C-Lizenz erworben, mit der sie nun eine Mannschaft trainieren konnten. Die Reserve musste in dieser Saison mangels Spieler bereits nach dem ersten Spieltag wieder abgemeldet werden, die Erste sicherte sich nach einer Aufholjagd in der zweiten Serie mit dem 12. Platz noch den Klassenerhalt. Die Jugend wurde Sieger der Gruppe B, musste aber gegen Wethmar im Finale um die Kreismeisterschaft eine Niederlage hinnehmen. Trotzdem der größte Erfolg bis dahin im Jugendbereich. Die Elf von Trainer Berni Ernst, mit Blechinger, Wittkamp, Spöde, Nopto, Höpken, Tintrup, Püning, Strietholt, Löbbert, Rottmann, Hellermann, Becks und Große Entrup erzielten ein stolzes Torverhältnis von 150:27-Toren.
Dieser Erfolg gab auch den Senioren großen Auftrieb. In der Spielzeit
64/65 belegten beide Mannschaften am Saisonende punktgleich mit Herbern (1. Kreisklasse) und Cappenberg (3. Kreisklasse) den ersten Platz, so dass jeweils ein Entscheidungsspiel die Frage des Aufstieg klären mussten. Unvergesslich für die meisten Fortunen ist sicherlich das Entscheidungsspiel der Ersten gegen den SV Herbern in Nordkirchen, das die Herberner vor 1.200 Zuschauern glücklich mit 2:1-Toren gewannen. Fortuna spielte damals mit Rejek, Eduard Badelt, Rdui Olbrich, Ludger Krusel, Hermann Nopto, Theo Nopto, Josef Tintrup, Franz-Josef Löbbert, Walter Diekmann, Achim Badelt und Hubert Tintrup. Die Reserve agierte ebenso glücklos und unterlag in Bork das Entscheidungsspiel mit 3:4-Toren gegen Cappenberg.
Dem folgten ein fünfter Platz in der Saison
65/66 für die erste Mannschaft und ein 12. Rang für die Reserve. Dafür errang die Jugend zum 40. Vereinsgeburtstag 1966 erstmals einen Kreismeistertitel mit zwei Siegen gegen Herbern. Mit einer stark verjüngten Mannschaft landete der SV Fortuna und Trainer August Thiemann in der Saison 66/67 ebenfalls auf dem fünften Platz. Die Jugend wurde wiederum Kreismeister durch ein 1:0 im Entscheidungsspiel gegen Olfen in Lüdinghausen. 114 erzielte Treffer reichten der Fortuna in der Saison 67/68 nicht zur Meisterschaft, die sich Wethmar mit sechs Punkten Vorsprung vor Seppenrade sicherte. Das Jubiläumstor (100.) erzielte Hubert Bohr beim 11:2-Sieg über Ottmarsbocholt. Zweistellig wurden auch Davensberg (12:0) und Cappenberg (15:5) besiegt. Die Zweite belegte in der dritten Kreisklasse den dritten Platz, sicherte sich aber die Pokalrunde in dieser Saison. Die erste Jugend- und erste Schülermannschaft wurden in ihren Klassen jeweils Tabellenzweite. Auch in der Saison 68/69, die Saison "der verpassten Möglichkeiten", erzielten die Seppenrader über 100 Treffer. Trotzdem sprang hinter GW und BV Selm nur der dritte Platz heraus. Das Jubiläumstor hier erzielte Hans-Jürgen-Jansen beim 5:1-Sieg über Davensberg. Platz drei gab es auch für die Reserve und die erste Schüler-, Rang zwei für die erste Jugendmannschaft.
Obwohl die Saison
69/70 mit einer 2:3-Niederlage gegen BV Selm 2 begann, wurde sie zum größten Erfolg in der damaligen Vereinsgeschichte. Mit sechs Punkten vor Stockum und 100:30-Toren, wobei wiederum Jansen das Jubiläumstor beim 3:0-Sieg zum Saisonfinale in Senden gelang, standen die Fortunen erstmals als Kreismeister und Aufsteiger in die Bezirksklasse Emsland fest. Nach der Rückkehr aus Senden wurde der Meistermannschaft um Trainer Otto Spräner ein "großer Bahnhof" im Dorf bereitet.

Die 70er Jahre

Die 70-er Jahre waren die wohl erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte, meinen viele Fortunenanhänger. Und zwei Namen sind mit diesem Erfolg verbunden, die beiden Trainer Jule Ludorf und Peter Mütze. Dabei begann dieses Jahrzehnt nicht sehr verheißungsvoll.
Nach der erfolgreichen Kreismeisterschaft waren die Fortunen hoffnungsvoll in das Abenteuer "Bezirksliga Emsland" gestartet. Hier aber mussten sie bereits in den ersten Wochen deutlich feststellen, dass in dieser Klasse ein anderer Wind weht. Auch die Verpflichtung des erfahrenen Trainers Nowak, der am dritten Spieltag Otto Spräner ablöste, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Seppenrader kamen nie aus dem Tabellenkeller heraus. Mit 18:42 Punkten und 46:77 Toren waren sie als 15. der Abschlusstabelle zum Abstieg verurteilt.
"Wir wollen sofort wieder aufsteigen", hatten sich die Verantwortlichen zur Saison 71/72 geschworen. Jule Ludorf, ein erfahrener Fuchs im Traineramt, sollte dieses Vorhaben in die Tat umsetzen. Mit 56:8-Punkten (bei nur einer Niederlage) und 108:14-Toren wurden die Fortunen überlegen Kreismeister. Weckermann, Hellermann, H. und A. Rottmann, A. und H. Tintrup, Bohr, Schotte, Löbbert, Schröer, Niehues, Dinninghoff und Blechinger gehörten zum Stamm der Meistermannschaft. Den Platz der Ersten in der Kreisliga übernahm nach ihrem Aufstieg die Fortunenreserve, die sich in den kommenden Jahren in dieser Klasse recht achtbar schlug. In der Saison 72/73 war Fortuna der Bezirksliga 9 (Hellweg) zugeteilt. Dank der Neuverpflichtungen wie Gunia, Menzel, Rahner, Karns oder Makowski, die sich gut in die Mannschaft integrierten, wurde die Saison mit einem guten 8. Platz (31:29-Punkte und 57:43-Tore) abgeschlossen.
In ausgezeichneter Verfassung stellte sich die Mannschaft in der ersten Serie der Saison 73/74 vor. Nach 13 ungeschlagenen Spielen stand die Begegnung beim Tabellenführer in Oelde auf dem Spielplan. Vor über 1.000 Zuschauern, unter ihnen sehr viele aus Seppenrade, erreichten die Fortunen nach einem tollen Spiel ein 3:3-Unentschieden und wurden sogar Herbstmeister, da Oelde noch einige Punkte abgab. Die Rückrunde verlief nicht ganz so erfolgreich. Es wurden wichtige Spiele verloren. So auch das Rückspiel gegen Oelde mit 3:4-Toren. Mit 37:19-Punkten und 55:37-Toren wurde mit der Vizemeisterschaft der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Das sollte Motivation für die dritte Bezirksligasaison 74/75 geben. Doch nach einem relativ ansprechenden Start rutschte die Mannschaft immer mehr ab und fand nie zu der erhofften Leistung. Der 12. Tabellenplatz mit einem Punkteverhältnis von 28:36 und einem Torverhältnis von 52:49 war eine Enttäuschung.
Mit Dieter Kemmerich aus Münster war ein neuer Trainer für die Saison 75/76 unter Vertrag genommen worden, da Jule Ludorf auf Grund von "Arbeitsüberlastung" zum Saisonstart plötzlich die Brocken hingeworfen hatte. Nach einem völlig verpatzten Saisonsstart sprang am Ende noch ein achtbarer 8. Tabellenplatz mit 34:30-Punkten und 65:29-Toren heraus. Im folgenden Spieljahr meldeten die Fortunen als erster Verein im Kreis vier Seniorenmannschaften zum Spielbetrieb an, nachdem die Dritte im abgelaufenen Jahr ebenfalls den Sprung in die zweigeteilte 1. Kreisklasse geschafft hatte. Die Reserve spielte als Gruppensieger sogar um den Aufstieg in die Bezirksliga. In den Entscheidungsspielen unterlagen die Fortunen gegen Union 08 Lüdinghausen aber daheim mit 0:2, in Lüdinghausen mit 0:4-Toren. Der Bezirksligakader wurde von Peter Mütze aus Haltern übernommen. Mit ihm kamen Spieler wie die Brüder Hermann und Uwe Engel, Josef Fimpler und Abendroth zu den Fortunen, die die Saison 76/77 aber nur mit einem Platz im unteren Tabellendrittel (bei 26:34-Punkten) beendeten. Dafür aber waren die Fortunen in der Spielzeit 77/78 wieder in aller Munde. Hinter dem Meister VfL Altenbögge belegte das Team von Peter Mütze punktgleich mit dem SSV Werne den zweiten Tabellenplatz, der ebenfalls zum Aufstieg in die Landesliga berechtigte. Vor 1.400 Zuschauern in Selm lagen die Gelb-Schwarzen durch einen Treffer von Fimpler bis zur 81. Minute mit 1:0 in Führung. Dann erzielte Seifert für die Werner den Ausgleich. Eine Minute vor Schluss war das Schicksal der Fortunen durch den 2:1-Siegtreffer von Bienneck besiegelt.
Aus völlig unerklärlichen Gründen wurden die Seppenrader in der Spielzeit 78/79 der Bezirksliga 12 (Recklinghausen/Gelsenkirchen) zugeteilt, obwohl der Vorstand gegen diese Gruppeneinteilung Protest eingelegt hatte. Von Beginn an kämpfte man ums Überleben. Auch ein Trainerwechsel (Jule Ludorf löste Peter Mütze während der Saison ab) brachte keinen Erfolg. Nach langer Zeit waren die Fortunen wieder Kreisligist. Das aber auch nur für ein Jahr.
Obwohl sich mit den Spielern Schemmer, Ratke, Heimsath, Knust, Rehwald, H. und A. Rottmann, Ruffer, Abel, Schindler, Sibbel, Schotte, Schröer, Makowski, R. Oesteroth, Hübscher, Löbbert, Ickerott, Terwort, Dagge, Oheim und Kersting das Gesicht der Mannschaft wesentlich geändert hatte, schaffte Jule Ludorf zum zweiten Mal mit Seppenrade mit 50:10-Punkten und 74:28-Toren den sofortigen Wiederaufstieg.

Die 80er Jahre

Bauchschmerzen bekamen die Verantwortlichen im Fortunenlager, als ihnen die Mitteilung des Verbandes ins Haus flatterte, dass die erste Mannschaft nach dem Aufstieg wieder in die Bezirksliga Staffel 12 eingeteilt wird. Die Erinnerungen an diese Liga waren noch zu frisch und wahrlich nicht gut. Das sollte sich auch in dieser Saison nicht ändern.
Werner Langenkämper aus Lüdinghausen war als neuer Trainer verpflichtet worden. Die Fortunen kämpften nicht nur gegen die harten Aschenplätze in dieser Region einen vergeblichen Kampf. So manches überraschende Spielergebnis ebenfalls abstiegsbedrohter Mannschaften gegen Ende der Saison sorgte für großes Kopfschütteln im Fortunenlager. Alle Anstrengungen waren vergebens, der Abstieg nicht zu vermeiden. Für lange Zeit musste das Team in die Kreisliga A zurück. Auch die Reserve stieg in diesem Jahr in die 2. Kreisklasse ab. Der Schock saß in der Spielzeit 81/82 noch tief. Werner Langenkämper verließ im Oktober 1981 die Fortunen und wurde durch Helmut Dröge ersetzt, der aber mit dem Team nicht über einen enttäuschenden 12. Platz hinweg kam. Mit dem erfahrenen Spielertrainer Peter Wirsching kam endlich wieder Schwung in den Laden. Die ganz großen Erfolge aber blieben aus. Nach dem zweiten Platz 82/83 wurden die Fortunen auch in den beiden kommenden Jahren jeweils Vizemeister. Dabei wurde der Aufstieg auf Grund einer kurzen Negativserie in diesen Jahren jeweils knapp verpasst. Mit großem Optimismus ging man im Fortunenlager in die Saison 85/86. Da aber von den Neuverpflichtungen einige Spieler erst ab Oktober und November spielberechtigt waren, fiel die Elf schon frühzeitig zurück und Trainer Wirsching warf im Februar 1986 das Handtuch. Zum dritten Mal sollte nun Jule Ludorf Seppenrade in die Bezirksliga zurückführen. Nach 15:1-Punkten in Folge schien das Vorhaben auch zu gelingen, doch auf der Ziellinie brachen die Fortunen aus unerklärlichen Gründen plötzlich ein. Mehr als ein vierter Platz sprang nicht heraus. Die Zweite unterlag gegen den FC Nordkirchen in den Entscheidungsspielen um den Aufstieg in die erste Kreisliga erst nach Elfmeterschießen.
Heiß her ging es vor dem Start ins neue Spieljahr 86/87, als der Vorstand Hartmut Gerson als Spielertrainer verpflichtete, obwohl die Mannschaften sich für den bis dahin sehr erfolgreichen Jugendtrainer Elmar Schindler ausgesprochen hatten. Mit dem siebten Tabellenplatz konnte zum Abschluss niemand zufrieden sein. Die Reserve unter Günter Karbowiak landete immerhin auf dem zweiten Platz in ihrer Liga, der den Aufstieg in die A-Liga bedeutete.
Karbowiak übernahm dann 87/88 das Zepter bei der Ersten, die aber ganz schlecht aus den Startlöchern kam. Trotzdem reichte es mit Rang vier noch zu einem Spitzenplatz, nachdem in der Rückrunde kein Spiel verloren ging. Die Reserve hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Mit einer jungen und neu formierten Mannschaft startete Fortuna die Spielzeit 89/90, die mit einem sechsten Platz abgeschlossen wurde. Mit dem Klassenerhalt hatte die Reserve ihr Ziel erreicht. Die Dritte musste dagegen in die C-Liga absteigen.

Die 90er Jahre

Mit dem Trainergespann Jürgen Höfer (für die Erste) und Bernd Nibbenhagen (für die Reserve und dritte Mannschaft) startete der SV Fortuna in das letzte Jahrzehnt des Jahrhunderts. Mit Ingo Krüger und Udo Richter als gefährliches Sturmduo sprang gleich ein dritter Tabellenplatz heraus, während die Zweite nach dem Abstieg in die B-Liga mit einer radikalen Verjüngungskur einen Neuanfang startete. Mit dem direkten Wiederaufstieg der Dritten wurde leider nichts.
Die großen Erwartungen, die nach einem sehr guten Start an die Saison 90/91 gestellt wurden, erfüllten sich für die erste Mannschaft nicht. Nur Platz vier konnte am Ende nicht zufrieden stellen. Dafür aber machte die Reserve unter Trainer Heinz Knust von sich reden. Auch wenn es zum Saisonfinale noch einmal recht eng wurde. Aber mit dem 6:2-Erfolg im vorletzten Spiel gegen Herbern 2 war die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht, so dass sich die Fortunen im letzten Spiel in Cappenberg sogar erlauben konnten, die einzelnen Positionen in der Mannschaft unter den Spielern auszulosen. "Ein guter Geist ist oft besser als Geld", war das Motto der tollen Meisterfeier am 7. Juni 1991 im Fortunenheim. In diesem Jahr wurde die Fortunenreserve bei der Sportlerwahl der Westfälischen Nachrichten zur "Mannschaft des Jahres" gewählt.
Nach diesem Erfolg übernahm Heinz Knust das Zepter bei der Ersten, während Jürgen Gunia die Reserve in der Spielzeit 91/92 betreute. Doch auch Heinz Knust vermochte die Mannschaft nicht wieder in die Bezirkliga zurück zu führen. Nur Platz acht in dieser Saison. Trotz der starken Unterstützung der Litauer Butkevicius und Tamulevicius, der von den Trainern sogar zum Spieler der Saison gewählt wurde, erreichten die Fortunen 92/93 hinter den Sportfreunden Werne und Herbern nur den dritten Platz.
Schon frühzeitig wurden die Weichen für die Spielzeit 92/93 gestellt, als bereits im Februar 1993 Bernd Hiegemann als Trainer unter Vertrag genommen wurde. Lange boten sich die Fortunen ein Kopf an Kopf-Rennen mit dem SV Herbern, der am Ende die Nase vorn hatte. Dafür aber war die Reserve nach einjähriger Abstinenz wieder Mitglied im Kreis der A-Ligisten.
In der Saison 94/95 feierten die Fortunen ihre letzten großen Erfolge. Zuerst wurde im Pokalfinale der Ortsrivale aus Lüdinghausen vor über 600 Zuschauern mit 2:1 besiegt, dann der lange angestrebte Aufstieg in die Bezirksliga unter Dach und Fach gebracht. Mit 46:14-Punkten und 85:19-Toren wurde Wethmar mit drei Punkten Rückstand abgehängt. Lantsch, Ewers, Terzi, R. und B. Dömer, Redlin, Benterbusch, Peters, Heimann, Schlüter, Krystek, Wiesmann und Hölper bildeten den Stamm der Meistermannschaft. Ein Wehrmutstropfen im Freudentaumel der Fortunen war der gleichzeitige Abstieg der Reserve in die B-Liga.
Das Abenteuer Bezirksliga startete mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Lüdinghausen. Schnell aber hatten sich die Fortunen an die Luft in der höheren Spielklasse gewöhnt und zeitweise sogar den sechsten Tabellenplatz belegt. Platz acht zum Abschluss war mehr als ein Achtungserfolg. Für die zweite Saison hatten Trainer Bernd Hiegemann und seine Mannen einen guten Mittelplatz anvisiert. Es sollte sich das Sprichwort bewahrheiten, "dass die zweite Saison immer schwerer als die erste ist". Die Fortunen kamen nie in Tritt und aus dem Tabellenkeller heraus. Blamabler Höhepunkt war das 0:0-Unentschieden auf eigenem Platz gegen Schlusslicht Gahmen, das bis dahin nicht einen Zähler geholt, dafür aber fast jeden Sonntag eine zweistellige Niederlage kassiert hatte. Kurz vor Saisonschluss gab Trainer Bernd Hiegemann entnervt auf. Was den Fortunen sportlich versagt blieb, schafften sie auf einem anderen Gebiet: Sie wurden in beiden Bezirksligajahren mit dem Fairnesspokal ausgezeichnet.
Mit Trainer Ingo Witschenbach, der von Lüdinghausen 2 nach Seppenrade gewechselt war, wo er als Aktiver das Trikot der Fortunen getragen hatte, sollte ein Neuanfang gestartet werden. Richard Schlüter wurde als Trainer der Reserve angeheuert, die immer im oberen Tabellenfeld zu finden war. Das Team von Ingo Witschenbach stand dagegen von Beginn an im Schatten des SSV Werne, der am Ende mit 75 Punkten Meister vor den Fortunen wurde, die auf 59 Punkte kamen.
Nach schwachem Start in die Saison 98/99 (1:3 gegen den späteren Meister und Aufsteiger PSV Bork und 2:6 in Vinnum) starteten die Fortunen eine Aufholjagd, die aber durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Ottmarsbocholt jäh unterbrochen wurde. Diese Niederlage hinterließ Spuren. Aus der Traum von der Meisterschaft.
Mit dem Beginn der Saison 1999/2000 wurde beim SV Fortuna ein totaler Schnitt vollzogen. Krystek, Kirchhof, Avci, Henrich, Schwarzer und Atabay verließen den Verein, der sich nun ganz auf seine eigenen Nachwuchskräfte verlassen wollte. Ein gewagter, aber sicherlich nicht falscher Schritt wurde gemacht.
Für Trainer Heinrich Freese, der zuvor die Fortunenreserve trainert hatte, eine interessante, aber keineswegs leichte Aufgabe, wie sich schon zu Saisonbeginn herausstellen sollte. Die jüngste Mannschaft in der A-Liga, die vor allem von den Ideen des erfahrenen Claudius Wons lebte, musste viel Lehrgeld zahlen, sicherte sich aber frühzeitig den Klassenerhalt. Mit dem achten Tabellenplatz waren die Verantwortlichen zufrieden.

Das erste Jahrzehnt im neuen Jahrtausend

Die Spielzeit 2000/2001 war ein Spiegelbild der vorherigen, wobei schwere Verletzungen einiger erfahrener Stammspieler (Berthold Dömer oder Oliver Engbring) die Mannschaft noch zusätzlich schwächten. Es sprang für die 1. Mannschaft ein respektabler siebter Tabellenplatz heraus. Fortuna war Ausrichter des Kreis-Hallenturnieres im Januar 2001. Ein voller Erfolg für den Verein. Der Höhepunkt des Jahres war das 75-jährige Vereinsjubiläum, das am 10. Juni 2001 großartig mit über 800 Festgästen gefeiert wurde. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer.
Die folgende Saison 2001/02 konnte die selbstgesteckten Ziele nicht erfüllen. Nach Höhen und Tiefen wurde ein sechster Tabellenplatz für die 1. Mannschaft erreicht. Eine neue Satzung wurde im Herbst diskutiert und von der Hauptversammlung im Januar 2002 verabschiedet. Überrascht wurde der Verein von den Absichten der Stadtverwaltung, die Sportanlage Naundrups Hof in Wohnbauland umzuwandel. Viel Verwirrung und Verdruß kam auf.
Zur Jahreswende2002/03 wurden Weichen für die Zukunft gestellt. Freddy Schemmer konnte Heinz Knust als Nachfolgetrainer für Heinrich Freese für die Saison 2002/ 2003 verpflichten. Das tausendste Mitglied wurde im Januar 2002 mit Lea Klüter (vier Jahre) aufgenommen. Mit dem plötzlichen Tot von Felix Hülbusch am 8.5.02 wurde der Verein nur schwer fertig. Vieles Selbstverständliche wurde schlagartig nicht mehr erledigt. Das Vereinsheim wurde renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Sportlich begann unter dem neuen Trainer Heinz Knust ein Höhenflug. Seine alten Weggefährten aus seiner Trainerzeit in Datteln, Stephan Owczarcak und Frank Röderer, der Zugang von Christian Schütte aus Capelle sowie Rückkehrer Frank Spräner und der eigene Nachwuchs mit Robert Landwehr, Raphael Cordell Michael Waltering und Thomas Muhle verstärkten die 1. Mannschaft so, dass zuerst die Herbstmeisterschaft und danach die Meisterschaft 2002/ 2003 mit 72 Punkten und 73:35 Toren heraussprang. Gleichzeitig wurde die U17-Mädchenmannschaft in ihrer Kreisklasse Meister. Beide Mannschaften steigen in Bezirksligen auf. Die 1. Mannschaft wurde der Staffel 8 (Großraum Werne/ Dortmund) zugeordnet. Die 2. Mannschaft wurde Dritter und die 3. Mannschaft belegte den 10 Platz. Eine sehr zufriedenstellende Saison!
Es folgte eine Saison 2003/04 mit Höhen und Tiefen. Die Erste konnte den Klassenerhalt nicht erreichen. Sie stiegen nach einem Jahr Bezirksliga wieder in diue Kreisliga A ab. In der Winterpause kam als Cotrainer für die Erste Uli Rehwald als Verstärkung hinzu. Die Zweite wurde Herbstmeister in der Klasse B und belegte am Ende einen dritten Platz. Die Dritte erlebte mit ihrem engagierten Trainer und Betreuer Christoph Niehues eine gute Saison und wurde Achter. Der Mädchenfußball läuft auf vollen Touren. Es spielen eine U11, eine U13, eine U15 und eine erfolgreiche U17 für unseren Verein. Hier reift eine gute Zukunft für der Frauenfußball dank der Trainerin Christel Behmenburg und Elke Reppe heran. Im Jugendbereich wird gute Arbeit geleistet. Zum Sommer 2004 hat unser Verein 1.100 Mitglieder!
In der Saison 2004/05 konnte die Erste die Erwartungen von Heinz Knust nicht gerecht werden, er warf im November 2004 die Brocken enttäuscht hin. Zu seinem Nachfolger konnte Marco Habicht, ein Spielertrainer in seiner ersten Trainerstelle, als Spieler vom Verbandsligisten Davaria Davensberg verpflichtet werden. Habicht hatte Stationen als aktiver Spieler bis in die Regionalliga hinter sich. Er wurde mit der Ersten spontan Vizemeister hinter GW-Selm. Günter Völkel wurde in seinem vierten Trainerjahr mit der Zweiten Dritter. Kiko Niehues wurde mit seiner Dritten Achter. Die vom Rat der Stadt Lüdinghausen geplante Verlegung des Sportgeländes an die Reckelsumer Straße wird zu einer "Unendlichen Geschichte", während sich die Rahmenbedingungen an der Dülmener Straße immer weiter verschlechtern.
Die Saison 2005/06 verlief für unsere Damen und Mädchen außerordentlich erfolgreich. Unsere U15 Mädchen holten den Hallen-Meistertitel ebenso wie die U16. Die Erste Damenmannschaft spielten in der Spitzenguppe mit. Mit dem erklärten Willen zur Meisterschaft geht unsere Erste in die Saison . Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist die Mannschaft in der Winterpause mit Wethmar und Ascheberg Titelanwärter. Am Schluß wurde die Mannschaft zum sechsten Mal Kreismeister mit 63 Punkten und 62:18 Toren. Für alle überraschend verlängert Marco Habicht nicht über die laufende Saison hinaus. Dies erfolgt wegen der besseren sportlichen Perspektiven in Sachen "Mannschaftsbildung" in Südkirchen. Er geht im Sommer 2006 zum Bezirksligisten Südkirchen, wo er diese Einkaufsmöglichkeiten wohl hat und die unser Verein aus guten Gründen nicht praktiziert. Ebenso erklärt Günter Völkel nach fünf erfolgreichen Jahren als Trainer der Zweiten zu Saisonende seinen Abschied. Er sucht eine neue Herausforderung in Vinnum. Ihm folgt auch Kiko Niehues, der auf familiären Gründer eine Pause einlegen muß.
Zur Saison 2006/07 wurden für die Erste Männermannschaft für die Bezirksliga 11 (nordwestliches Münsterland) Karl-Heinz Völkel und Mark Lackner als Trainergespann verpflichtet. Beide kommen aus Marl. Die Zweite wurde von Rolf Gudorf übernommen und die Dritte wurde von Michael Becker und Thomas Middendorf betreut. In der Winterpause erklärten die Trainer Völkel und Lackner ihren Abschied, die Chemie stimmte von Anfang an nicht so richtig. Marco Habicht wollte zur nächsten Saison seine Arbeit wieder in Seppenrade beginnen, Heinz Knust und Uli Rehwald sprangen als Interimstrainer bis zur Sommerpause ein. Leider stieg die Erste wieder in die Kreisliga-A ab. Besser erging es der ersten Damenmannschaft. Sie wurde Kreismeister und wird in der Saison 2007/2008 in der Bezirksklasse spielen. Fortuna hat inzwischen 26 Mannschaften am Start, davon 18 Jugendmannschaften bei einem Mitgliederstand von 1.094 Personen. Vielversprechendes ist zum Thema "Neuer Sportplatz" zu berichten: Unter einer Vereinskostenbeteiligung von ca. 285.000 € soll das Projekt in 2008 nun verwirklicht werden. Hierauf haben sich Verein und Stadt im Sommer 2007 verständigt. Eine Außerordentliche Mitgliederversammlung segnete diesen Pakt ab.
Die Saison 2007/08 wurde von der Erfolgsserie der beiden Seniorenmannschaften 1 und 2 geprägt. Beide schafften die Meisterschaft in der Kreisliga A und Kreisliga B und stiegen auf, die 2. über ein entscheidungsspiel gegen Westfalia Vinnum. Die Damen behaupten sich in der Bezirksklasse. Im Mädchenfussball konnten mehrere Kreimeisterschaften errungen werden. Freddy Schemmer zieht sich nach 24 Jahren ehrenamtlicher Arbeit von den vordersten Linien des Vereins zurück. Lars Heimann wird neuer Fussballobmann. Das Ehrenmitglied Otto Spräner wird am 14. Januar 2008 zu Grabe getragen. Am 23. April 2008 erfolgt der Erste Spatenstich zur neuen Sportanlage. Verschiedene Finanzierungsaktionen wurden gestartet.
Die Saison 2008/09 beginnt für die Erste Mannschaft in der Bezirksklasse 11, in der sie mit dem 12. Platz die Klasse halten konnten. Auch die Zweite Mannschaft konnte sich in der Kreisliga A halten. Marco Habicht führt seine Arbeit als Spielertrainer der Ersten fort, Rolf Gudorf übergibt sein Traineramt der Zweiten an Sven Heimann. Die erste Damenmannschaft wurde in ihrer Bezirksklasse Fünfter. Die Zweite Damenmannschaft kann in ihrer Kreislige gut mithalten. Im Mädchenfussball konnten erneut mehrere Kreimeisterschaften errungen werden. Das Hauptereigniss war der Sportpark-Neubau an der Reckelsumer-Strasse mit seinen Eigenleistungsaktionen. Mit über 300.000 € wurde die Eigenleistungshürde deutlich übersprungen. Zur Rückrunde wurde der Sportbetrieb im neuen Sportpark begonnen. Die offizielle Einweihung erfolgte vom 16. - 19. Juli 2009.
Die Saison 2009/10 war erwartungsgemäß vom Kampf um den Klassenerhalt der 1.- und 2. Mannschaft geprägt. Am Ende wurde die 1. Mannschaft 11. und die 2. Mannschaft belegte den 9. Platz jeweils in ihren 16er Staffeln. Marco Habicht und Sven Heimann bleiben Fortuna über diese Saison hinaus als Spielertrainer erhalten. Die 3. Mannschaft schnupperte immer wieder mal in der Kreisliga C unter ihrem Trainer Rafael Löbbert an einem Spitzenplatz und wurde letztendlich 5.. Die 1. Damenmannschaft wurde nach dem Rücktritt ihrer Trainerin Christel Behmenburg von Martin Morher -einem Regionalliga-erfahrenen Trainer- für diese Saison übernommen. Wegen berufsbedingter Verhinderungen einiger Leistungsträgerinnen wurde die 1. Mannschaft "nur" 3. in der Bezirksliga Staffel 5. Die "Damenreserve" belegte mit ihrem Trainer Renè Ruländer einer beachtlichen 7. Platz. Im Nachwuchsbereich verlief die Saison iunsgesamt durchwachsen. Insbesondere die oberen Jungenmannschaften litten unter einem Spielermangel. Dank der Trainer konnte aber der Spielbetrieb aufrechterhalten werden. Anders in der Mädchenabteilung: Hier wurden wieder Meisterschaften errungen. Zum 2. Mal wurde erfolgreich der "Siäpro-Dorfpokal" unter der Regie von Kai Post und Co. mit anschließendem Sommerfest veranstaltet. In der Jahreshauptversammlung wurde nach dem Verzicht des langjährigen Amtsinhabers Jürgen Gosmann sein Vertreter Thomas Rips zum Schatzmeister gewählt. Unsere Sportanlage wird wegen ihren Vorzügen stark von übrregionalen Sportveranstaltungen nachgefragt, denen wir aber nur begrenzt nachkommen können. Sie funktioniert mit ihren moderner Technik und Platzanlagen nun seit über einem Jahr hervorragend!
Die Saison 2010/11 verlief zufriedenstellend. Im Vorstand gab es eine geplante Veränderung: Karl-Heinz Schröer als 1. Vorsitzender gaben nach 10 Jahren und Rolf Klaas als Geschäftsführer nach 11 Jahren ihre Ämter an Berthold Stegemann und Michael Becker auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2011 ab. Der Stadtrat hatte zuvor Schröer und Klaas wegen deren Leistungen bei der Planung und Errichtung der neuen Sportanlage mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Lüdinghausen ausgezeichnet.
Leider wurde das Sportgelände zum zweiten Male von "Langfingern" heimgesucht. Es gelang ihnen nicht, in die Gebäude einzudringen, die Türen und Verglasungen hielten Stand. Es entstand aber ein unnötiger Sachschaden an Türen und Fenstern von ca. 5.000 €.
Planungen für die Errichtung einer Tribüne wurden vorerst verschoben.
Alle Beschwerden von Anliegern über Lärm oder Blendwirkungen durch die neue Sportanlage ausgehend, konnten gutachterlich entkräftet werden.
Die 1. Mannschaft kämpfte zum Saisonende um den Klassenerhalt in der Bezirksliga 11 und wurde 12.. Marco Habicht verlässt nach insgesamt sechs Jahren in freundschaftlichem Einvernehmen Fortuna und tritt eine Trainerstelle beim Landesligisten Teutonia Waltrop an. Mit Jens Kalpein wurde ein Trainer für die neue Saison verpflichtet. Es stand ein Neuanfang an, da einige Spieler nicht mehr für die 1. Mannschaft zur Verfügung standen. Die 2. Mannschaft kämpfte bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg aus der 1. Kreisklasse und hatte zum guten Schluss gegenüber dem Absteiger, der 2. Mannschaft von Union 08 Lüdinghausen, die Nase vorn und blieb in der Liga. Sven Heimann trainiert die Mannschaft weiter. Die 3. Mannschaft litt sehr unter Personalmangel und wurde am Ende 12. in der Kreisliga C. Rafael Löbbert gab das Traineramt an Rule Ruländer ab, der gemeinsam mit Wolfgang Spöde die Mannschaft übernahm.
Die 1. Damenmannschaft spielte unter Günter Völkel und Bernd Weckermann immer in der Spitzengruppe der Bezirksliga 5 und wurde Dritter. Die 2. Damenmannschaft wurde mit ihren Trainer Rule Ruländer in der Kreisliga 11 Fünfter.
Sehr erfolgreich waren die Mädchen. Drei Kreismeistertitel (D-, C, und B-Juniorinnen) ein Pokalsieg der C-Juniorinnen, einmal Pokalfinalteilnehmer mit der B und einmal Pokalhalbfinale mit der D. Zudem spielt die B um den Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Jungen waren da bescheidener in ihren Ergebnissen. Herausragende Leistungen gab es nur wenige.
Die Saison 2011/12 gestaltete sich zweigeteilt. Gut lief es in der Jugend- und Frauen-Fußballabteilung.
Anders in der Herren-Fußballabteilung. Hier wurde wohl die sportlich schlechteste Saison der Vereinsgeschichte ausgetragen. Schon im Oktober trennte man sich vom neuen Trainer Jens Kalpein aus Gründen der Erfolglosigkeit der Ersten Mannschaft. Günther Völkel übernahm die Mannschaft kommissarisch bis zur Winterpause. Dann übernahm Werner Apitzsch -der Vater unseres Torwartes- das Training. Mit ihm und der Mannschaft ging der Leidensweg weiter. Mit drei Punkten, ohne einen einzigen Sieg und mit einem Torverhältnis von 17:121 stieg man nach vier Jahren aus der BL11 ab. Ähnlich die Zweite Mannschaft: Mit fünf Punkten, ohne einen einzigen Sieg und mit einem Torverhältnis von 21:111 stieg diese Mannschaft in die KL-B ab. Die Dritte wurde in der KL C Zwölfter. Zuwenig Spieler und die mangelhafte Qualität der Mannschaften machten das Fansein in dieser Saison zur Qual. Meik Strickling und Dirk Nieländer wurden ab Sommer 2012 für die 1. Mannschaft verpflichtet. Der 35jährige Meik Strickling aus Sythen bringt sich mit zehn Jahren Spielererfahrung bei den Oberligavereinen TSG Dülmen und dem VfB Hüls sowie die aus zwei Jahren beim Landesligisten Viktoria Heiden ein. Sven Heimann bleibt Trainer der Zweiten.
Das Paradestück war jedoch die Jugendabteilung. Alle Mannschaften waren erfolgreich. Es gab einige Meisterschaften und Pokalerfolge zu feiern. Ein sehr gut funktionierendes Team mit ca. 50 Trainern/ Betreuern um Reinhard Kasberg und Christel Behmenburg ist dies insbesondere zu verdanken. Im Sommer 2012 wurde von dieser Truppe ein großes Turnier mit ca. 120 Mannschaften glänzend ausgerichtet.
Ab der Saison 2012/2013 ist unsere Sportanlage auch DFB-Stützpunkt für die Auswahlmannschaften. Die erste Saison nach dem Abstieg aus der Bezirksliga bestand für die Erste Mannschaft aus zwei grundverschiedenen Hälften. Die Hinserie 2012/13 verlief mehr als durchwachsen, die Mannschaft krebste in der unteren Tabellenregion herum, kassierte einige hohe Niederlagen und beendete die Hinrunde auf dem 14. Tabellenplatz. Nach der Winterpause wurde alles anders. Die nach dem Abstieg von Spielertrainer Meik Strickling neu formierte Mannschaft hatte sich gefunden, die Unsicherheit war gegangen. Dafür kam Top-Knipser Kai Lueg (er war schon 2006 einmal für zwei Jahre für die Fortuna aktiv), dessen Tore einen großen Anteil am Höhenflug der Fortunen hatten: Sie legten die zweitbeste Rückserie aller 16 Teams hin und beendeten die Saison auf Platz acht.
Die Zweite Mannschaft wurde mühsam 13. in der Kreisliga B. Sven Heimann gab zum Saisonende sein Traineramt ab. Nachfolger wurde Oliver Ridder aus Waltrop, der mit Matthias Krystek die Betreuung der Zweiten Mannschaft zur neuen Saison übernimmt. Die Dritte Mannschaft wurde in der Winterpause abgemeldet. Die Personaldecke war und blieb ungenügend.
Die erste Damenmannschaft legte eine durchwachsene Saison hin und wurde in der Bezirksliga 5 siebter. Ebenso konnte die Zweite Damenmannschaft einen 7. Tabellenplatz in der Kreisliga A belegen.
Die Gesamtsituation in der Jugendabteilung ist mit dem Prädikat "gut" zu bewerten. Alle realistischen Erwartungen konnten erfüllt werden. Bei dem Mädchen wurden einige Kreis- und Pokalmeisterschaften errungen. Diesen Anspruch hatten unserer Jungen nicht, dennoch war auch hier das Abschneiden den Möglichkeiten entsprechend. Erwähnenswert waren die beiden Turniere in der Sommerpause, der "5. Siäpro-Pokal" und das große Jungendturnier (Sommer-Cup-2013) mit über 100 Jugendmannschaften. Beide Events waren ein großer Erfolg.
Der Vorstand wurde in der Mitgliederversammlung im Februar 2013 erweitert. Günter Völkel und Thomas Schemmer fungieren als Beisitzer.
Die Saison 2013/14 begann mit den gleichen Trainergespannen bei der ersten und zweiten Herrenmannschaft. Günter Völkel trainiert weiterhin die erste Frauenmannschaft. Die zweite Frauenmannschaft betreut Marion Röckmann weiter. 26 Mannschaften nehmen am Fußball-Meisterschaftsbetrieb teil, im Breitensport sind 16 Gruppen vom Turnen bis zum Einrad aktiv. Der Sommer-Cup mit 115 Teams, das Sommerfest der Kinderturngruppen, der Siäpro-Cup, das Junioren-Ferienlager oder der zweite Platz der Ü40 bei der Westfalenmeisterschaft wurden neben vielen weiteren Veranstaltungen durchgeführt. Im Fußballkreis Lüdinghausen macht sich der quantitative Manschaftsmangel breiter. Westfalia Wethmar hat der Kreis in Richtung Unna-Hamm verlassen. Ein ordentlicher Spielbertieb ist insbesondere im Jugendbereich nur noch mangelhaft. Nun fasst auch unser Vorstand nach ausführlichen Beratungen den Beschluss, spätestens 2015 in den Fußballkreis Ahaus-Coesfeld zu wechseln. Da es außer Durchhalteparolen und Vorwürfen keine kreativen Reaktionen von den Vereinen und dem Kreisvorstand im Hinblick auf eine neue Kreis-Gesamtlösung gab, beantragte Fortuna dann im Frühjahr auch gestützt auf eine Abstimmung auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2014 schon den Wechsel zur neuen Saison 2014/2015, der dann auch vom Verband genehmigt wurde. Einige Veränderungen in der Führungsriege gab es bei den Vorstandwahlen auf der Jahreshauptversammlung, bei denen der zweite Vorsitzende Helmut Nottenkämper, Schriftführer Michael Becker, die zweite Kassiererin Steffie Knaup und der zweite Beisitzer Thomas Schemmer in ihren Ämtern bestätigt wurden. Wolfgang Spöde übernimmt von Lars Heimann den Posten des Fußballobmanns. Für Spöde wurde Maxi Kemmann zum stellvertretenden Obmann gewählt. Nina Köning-Romswinkel übernimmt von Anke Köster die Position der stellvertretenden F+B-Obfrau und Silvia Rölleke von Günter Völkel den Beisitzerposten. Geprägt von der Anschaffung einer Zuschauertribüne und der Tilgung eines Darlehns war der Kassenbericht auf der Jahreshauptversammlung.
In der Winterpause gab Günter Völkel sein Traineramt bei den Frauen auf. Volker Schulz übernahm sein Amt für den Rest der Saison, er wurde mit den Frauen 9. in der Beziksliga 5.
Am Ende schloss die Erste Herrenmannschaft die Meisterschaft mit einem 6. Tabellenplatz in der Kreisliga A und die Zweite Herrenmannschaft mit einem 2. Platz in der Kreisliga B ab.
Im Breitensport gibt es seit Oktober 2013 eine ZUMBA-Gruppe. Im August 2014 kam eine Laufgruppe für Anfänger hinzu. Die Sportabzeichenabnahme hat sich auch im zweiten Jahr bewährt.
Der 1. Vorsitzende Berthold Stegemann zeichnete am Pfingstsonntag ihre auf der Jahreshauptversammlung 2014 gewählten neuen Ehrenmitglieder Paulus Hellkuhl, Günter Becks und Werner Hüwel aus. Gewählt wurde für diesen Anlass im Vereinsheim der letzte Spieltag der Saison. "Spanien Olé" hieß es für 46 Jugendliche und zehn Betreuer von Fortuna Seppenrade in den Osterferien. Die C- und B-Juniorinnen sowie die B-Junioren besuchten das internationale Turnier „Copa Maresme“ organisiert von „Komm mit“ in Calella, 45 Kilometer vor Barcelona. Dazu gehörte auch ein Abstecher in das Stadion Camp Nou in Barcelona. Sportlich war die Bilanz der Jugendabteilung befriedigend.
Am 17. August 2014 begann die Saison 2014/15 im neuen Fußballkreis Ahaus-Coesfeld für SV-Fortuna-Seppenrade. Alle gemeldeten Mannschaften konnten in ihren gewohnten Spielklassen starten. Gemeldet wurden 23 Teams, darunter 18 Junioren/ Juniorinnenmannschaften. Neu im Herrenfußballteam war Heinz Knust, der als Sportlicher Leiter die für den Senioren-Herrrenfußball Verantwortung übernahm. Im September trennte sich die Sportliche Leitung vom Trainerteam Strickling/Schulte. Der Trainer der Zweiten, Oliver Ridder, übernahm die Erste. Die Zweite wurde von den Eigengewächsen Maxi Kemmann, Thomas Oesteroth und Faxe Breer als Konditionstrainer trainiert. Vielfältige Gründe verursachten den Abstieg der Ersten Mannschaft aus der Kreisliga A nach dem Wechsel in den sportlich starken Fußballkreis Ahaus-Coesfeld zu Saisonbeginn. Am letzten Spieltag stand man auf dem 16. Tabelleplatz und war einer der vier Absteiger. Die Zweite rettete sich dank des direkten Aufstiegs unseres Kreisliga A-Meisters vor dem drohenden Abstieg. Die Frauenmannschaft konnte den Klassenerhalt in der Bezirksliga sichern.
Die Saisonbilanz der Jugendabteilung fiel befriedigend aus. Überlegen wurden die D1-Juniorinnen Meister. Mehrere Pokalmeisterschaften konnten erreicht werden.
Im Breitensport wurde die Angebotspalette erhalten. Sehr erfolgreich war wieder die Gruppe "Sportabzeichen".

Der Vorstand wurde in der Mitgliederversammlung im Februar 2015 verändert. Freizeit- und Breitensportobfrau wurde Nina Köning-Romswinkel, Stellv. Freizeit- und Breitensportobfrau wurde Andrea Kussberg. Zur Stellv. Geschäftsführerin wurde Dorothea Wassong gewählt, ebenso Sylvia Rölleke zur Beisitzerin. Berthold Stegemann und Thomas Rips, die nicht mehr kandidieren wollten, erklärte sich mangels Nachfolger noch auf ein Jahr befristet bereit, ihre Ämter weiterzuführen.
Die Saison 2015/16 war für Fortuna ein Novum: Zum ersten Mal spielt die Erste Mannschaft in der Kreisliga B. Mit den bewährten Trainern spielte der Absteiger vom ersten Tag an in der Lig ain der Spitze mit. Zur Winterpause war man Zweiter auf einem Relegationsplatz zum Aufstieg. Die Zweite Mannschaft kämpfte erwartungsgemäß in der Kreisliga B gegen den Abstieg. So erging es auch der Frauenmannschaft zur Winterpause. Fortuna betreute Flüchtlinge, die im Ort unteregebracht waren.
Am 29.01.2016 wurde Walburga Krebber auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung zur neuen Präsidentin unseres Sportvereins gewählt. Sie folgt damit Berthold Stegemann nach, der aus beruflichen Gründen sein Amt abgab.
Maximilian Kemmann ist neuer Fußballobmann, Wolfgang Spöde sein Stellvertreter. Christoph Overhage folgt auf Thomas Schemmer als 2. Beisitzer. Lina Berndstrotmann wurde zur Stellvertrtetende Freizeit- und Breitensportobfrau gewählt. Ansonsten wurden alle Vorstandskandidaten in ihren Ämtern bestätigt. Zum Saisonende verpasste die 1. Herrenmannschaft die Meisterschaft und den Aufstieg nur knapp. Sie wurde zuerst punktgleich Zweiter in der Kleisliga B. In den beiden Entscheidungssspielen gegen Appelhülsen, der zum Aufstiegsspiel gegen den Absteiger (Relegation) aus der Kreisliga A berechtigte, unterlag sie beide male und wurde abschließend dritter. Die 2. Herrenmannschaft konnte über die Relegation den Abstieg in die Kreisliga C verhindern. Die Frauenmannschaft wurde 12. in der Bezirksliga 5. Sie musste viele Verletzten verkraften und konnte zu selten mit ihrer stärksten Besetzung antreten.
Im Jugendfußball verlief alles nach Plan. Meister wurden nur die E-Juniorinnen.
Die Breitensportabteilung erhielt eine neue Sprunggrube mit Kunststoffbahn. Neben ihren traditionellen Angebot etablierte sie neue Kurse auch für Nichtmitglieder.
Die Saison 2016/17 begann erfolgversprechend. Die 1. Mannschaft konnte im ersten Kreispokalspiel den Erzrivalen SC Union 08 Lüdinghausen mit 2:1 besiegen.
Der Trainer bei der 1. Herrenmannschaft bleibt Olliver Ridder. In der 2. Herrenmannschaft hat Thomas Oesteroth das sagen, Christian Möller assistiert ihm als Co-Trainer. Maximilian Kemmann konzentriert sich auf sein Amt als Fußballobmann. Die 2014 auf zwei Jahre angelegte Strukturerweiterung mit einem Sportlichen Leiter für die Fußballabteilung wurde mit dem Ausscheiden des Amtsinhabers Heinz Knust -der auf eigenen Wunsch aufhörte- vorerste beendet.
Fortuna hat wieder eine 2. Frauenmannschaft gemeldet, die in der Kreisliga B als 9er Mannschaft auf Punktejagt geht. Betreut wird sie von Marie-Theres Krusa.
Zum 25sten mal freuten sich Fortunenkinder in einem 10-tägigem Ferienlager, dass wieder ein großer Erfolg war.
Nach einer einjährigen Pause wurde am 6. August der 7. Siäpro-Pokal ausgespielt. Diese nicht bierernste, feucht fröhliche Veranstaltung mit aktuell 21 Freizeitmannschaften verlief in jeder Hinsicht sehr zufriedenstellend. Zu Saisonbeginn trat Reinhard Kasberg nach zehn Jahren von seinem Vorstandsamt als Jugendobmann zurück, das er auf der MV im Januar 2006 als Nachfolger von Antonius (Strippe) Cordell übernommen hatte. Kommissarisch trat Josef Holtermann seine Nachfolge an. Im April nahm Werner Tüns offiziell das Amt des neuen Jugendobmannes ein.
Die 1. Frauenmannschaft hatte mit einem Sieg in Telgte gegen den Tabellenersten noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga 7 gesichert und so einen besonderen Grund zum Feiern. Die 2. Frauenmannschaft hat im ersten Jahr ihrer Spielteilnahme einen guten Mittelfeldplatz belegt.
Bei den Herren I konnte der avisierte 2. Tabellenplatz, der zu einer möglichen Relegation berechtigt, nicht erreicht werden, so dass die Mannschaft mit dem 3.Tabellenplatz zufrieden sein muss. Die Herren II haben frühzeitig die Klasse gesichert und zum Spaß das letzte Spiel mit einer gelosten Aufstellung gespielt. Trainer Oliver Ridder verlässt nach vier Jahren unseren Verein in Richtung U17 der TSG Marl- Hüls, die in die Westfalenliga aufgestiegen ist. Da ist dann der Fußballnachwuchs aus Dortmund, Schalke oder Bochum der Gegner
Die Saison 2017/18. Mahmoud Abdul-Latif wurde neuer Trainer und Nachfolger von Oliver Ridder. Zuletzt trainiert Abdul-Latif noch den Union 08 Lüdinghausen. Hassan Sannan ergänzte als Spieler und Co-Trainer.




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